Das bisherige System „3×21“ ist Geschichte

Warum eine neue Zählweise längst überfällig ist     Quelle: Badzine v. 20.05.14

 

Es ist an der Zeit! Und eigentlich mindestens fünf Jahre zu spät. Seit Monaten diskutiert der Badminton-Weltverband BWF eine Änderung des aktuellen Zählsystems im Badmintonsport. Heute wurde veröffentlicht, dass nach der internen Diskussion jetzt der Schritt mit allen Mitgliedsverbänden während des Forums in Neu-Dehli diskutiert wird. Danach werden Tests folgen. Schon jetzt sollte jedem klar sein: Das bisherige System „3×21“ ist Geschichte.

Es war vor allem die asiatische Funktionärsriege in der damaligen IBF, die das unbeliebte „3×21“ im Mai 2006 durchgedrückt hat. Gegen den ausdrücklichen Wunsch der meisten Topspieler. Doch seit vergangenem Jahr tickt der Weltverband wieder europäisch. Fast alle wichtigen Arbeitsgruppen und Funktionen sind mit Europäern besetzt. Und deren Sichtweise ist klar: Weg mit „3×21“.

Keine Spannungsmomente, Spiele zu lang, keine Überraschungen

Die Spiele sind zu lang (Man erinnere sich nur an die All-England, wo Spiele nach Mitternacht aufgerufen wurden), es fehlen die Höhepunkte, es fehlen die Überraschungen (Upsets). Ein Match wird erst bei 16-16 spannend. Wer will aber schon ein Spiel sehen, bei dem es eine halbe Stunde um nichts geht?

Kürzere Sätze bringen Spannungsmomente und hier kann auch ein Aussenseiter mal gegen Lin Dan oder Lee Chong Wei zumindest einen Satz gewinnen. Das ist im bisherigen System so selten wie ein Sechser im Lotto.

Derzeit werden folgende Varianten diskutiert:

• Zwei Gewinnsätze bis 21. Der dritte Satz wird bis 11 gespielt (Zwei Punkte Abstand oder bis maximal 15).
• Zwei Gewinnsätze bis 15. (maximal 20)
• Drei Gewinnsätze bis 9. (Zwei Punkte Abstand ab 8-8, Entscheidungspunkt ab 12-12)

Die ersten Tests sollen nach dem Thomas&Uber-Cup in Indien stattfinden. Es ist an der Zeit!

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